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Aus unserem Schulprogramm

1. UNSERE SCHULE – AUSGANGSLAGE

Lage, Einzugsgebiet und Gebäude

Die Friedrich-Ebert-Grundschule liegt im Zentrum von Luckenwalde in der Theaterstraße. Sie befindet sich in einem Gebäudekomplex, der gemeinsam mit dem Stadttheater Luckenwalde genutzt wird.
Unsere Schule gehört zu den größeren Grundschulen der Stadt. Sie ist Lernort und Lebensraum für Kinder mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, Interessen, Begabungen und Unterstützungsbedarfen.
Der Gebäudekomplex wurde nach Plänen des Luckenwalder Stadtbaumeisters Graf errichtet. Die sachliche Architektur der 1920er-Jahre und die Verbindung von Schul- und Theaterbau machen das Gebäude zu einem besonderen Zeugnis der Baugeschichte.
Die Schule wurde 1930 als Friedrich-Ebert-Schule eingeweiht. 1933 erfolgten die Umbenennung in Hindenburg-Schule, die Beendigung des reformpädagogischen Lehrprogramms sowie die Entlassung des Gründungsrektors Erwin Münchow, der später im Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert war. Ab Juni 1944 nutzten Rüstungsfirmen das Ensemble; 1945 bis 1952 nutzte die Rote Armee das Theater als Offizierskino. 1952 wurden Schul- und Theaterbetrieb wieder aufgenommen.
Seit 1990 trägt die Schule wieder ihren Namen. Von 1991 bis 1999 wurde der Gebäudekomplex denkmalgerecht saniert, die ursprüngliche Bausubstanz blieb weitgehend erhalten und Schule sowie Theater erhielten moderne Technik. 2018 wurden Unterrichtsräume mit Schallschutzdecken und -wänden ausgestattet; 2019 folgten Alarmanlage und Barrierefreiheit mit Aufzug, barrierefreier Toilette, zwei Treppenliften und Rampe.
An unserer Schule lernen Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 6. Die Eingangsphase (1/2) wird durch Klassenlehrer und Sonderpädagogen mit förderdiagnostischer Lernbeobachtung begleitet. In der Aufbauphase (3/4) unterrichten Klassenlehrer mehrere Fächer in festen Klassenräumen. Die Übergangsphase (5/6) nutzt zusätzlich Fachräume für Naturwissenschaften, Medienbildung und Ästhetik.

Die Schule verfügt über Turnhalle, Sporthof mit 30-Meter-Laufbahn und Sprunggrube, zwei Pausenhöfe, Spielplatz, Schülerbibliothek, Computerraum, Schülerküche, Förderräume, Holzwerkstatt und Essenraum. Der Sporthof wird auch als Spielplatz genutzt.
Im Lesestübchen leihen Kinder täglich in den großen Pausen Literatur aus; es dient außerdem dem Deutschunterricht und der Förderung. Ein weiterer Raum ermöglicht unter sonderpädagogischer Anleitung Wahrnehmungstraining und seit 2020/2021 schulbasierte Ergotherapie. Eine kooperierende Praxis unterstützt bei Körperhaltung, Motorik, Sprache, sozial-emotionalen Kompetenzen, Selbstregulation sowie Aufmerksamkeit. Die enge Zusammenarbeit von Lehrern, Sonderpädagogen, Schulsozialarbeitern und Therapeuten ermöglicht unmittelbare Unterstützung.
Digitale Medien sind in allen Jahrgangsstufen Bestandteil des Unterrichts. Wöchentlich findet eine betreute Hausaufgabenstunde statt; Englisch wird ab Jahrgangsstufe 1 als Begegnungssprache vermittelt. Im Pilotprojekt „Tabletklasse“ wurde eine Klasse mit Convertibles ausgestattet. Seit 2020/2021 arbeitet die Schule ab Jahrgangsstufe 3 mit der Schul-Cloud.

Schuleingangsphase

Unser Ziel ist ein erfolgreicher Schulanfang für jedes Kind. Die Schuleingangsphase berücksichtigt unterschiedliche Lernvoraussetzungen und nutzt Vielfalt als Chance für gemeinsames Lernen. Kinder sollen sich sicher und angenommen fühlen, Vertrauen entwickeln, Lern- und Arbeitstechniken erwerben, zunehmend selbstständig arbeiten, sich orientieren und Freude am Lernen entwickeln. Lehrer, Sonderpädagogen, Erzieher und Eltern arbeiten eng zusammen.

Individuelle Förderung

Alle Kinder werden entsprechend ihrer individuellen Lernvoraussetzungen gefördert. Frühzeitige und vorbeugende Maßnahmen sollen Lernschwierigkeiten entgegenwirken. Zum Einsatz kommen Förderpläne, differenzierte Aufgaben, Sinnes- und Wahrnehmungsförderung, Sprachentwicklung, Feinmotorikübungen, zusätzliche Lernzeiten und Beratung durch Sonderpädagogen. Besonders begabte Kinder erhalten anspruchsvolle Aufgaben; bei Lernschwierigkeiten und Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten erfolgt gezielte zusätzliche Förderung.

Gestaltung des Schulhauses

Wir legen Wert auf ein sauberes, freundliches Schulhaus und gepflegte Höfe mit Bewegungs- und Spielmöglichkeiten. Flure und Gemeinschaftsbereiche werden jahreszeitlich und thematisch gestaltet; Arbeiten der Kinder, Höhepunkte und Projekte werden sichtbar gemacht. Fach- und Klassenlehrer planen und gestalten gemeinsam mit den Kindern. Der wöchentliche Mülldienst jeder Klasse fördert Verantwortungs-, Umwelt- und Gemeinschaftsbewusstsein. In der dritten Etage befindet sich eine Gedenkecke für Friedrich Ebert.

 

2. UNSER SCHULPROFIL – MONTESSORI-ORIENTIERTE GRUNDSCHULE

„Über allem steht die natürliche Freude des Kindes am Lernen. Sie ist Kernbestandteil des Wesens eines jeden Kindes.“ – Maria Montessori
Maria Montessori (1870–1952) war die erste Frau Italiens mit abgeschlossenem Medizinstudium. Nach ihrer Promotion entwickelte sie in einer psychiatrischen Klinik Förderprogramme und erprobte ihre Vorstellungen von vorbereiteter Lernumgebung und freier Arbeit in der „Casa dei Bambini“.
Seit 2026/27 werden die 1.-3. Klassen verstärkt nach Montessori-orientierten Grundsätzen unterrichtet. Vorbereitete Lernumgebung, freie Arbeit, selbstständiges Lernen, Beobachtung, individuelle Begleitung und respektvoller Umgang werden mit den verbindlichen Anforderungen des brandenburgischen Schulwesens verbunden.
Sinnliche Wahrnehmung und freie Konzentration sind wichtige Entwicklungsvoraussetzungen. Offene Regale auf Augenhöhe, übersichtliche Materialien, strukturierte Arbeitsplätze und Möglichkeiten zur Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit unterstützen selbstständiges Lernen. Materialien umfassen Übungen des täglichen Lebens, Sinnesmaterial, Mathematikmaterial, Sprachmaterial und kosmische Erziehung.
Der Lehrer beobachtet, erkennt Bedürfnisse und stellt Lernangebote bereit. Einführungen und Darbietungen bilden die Grundlage der selbstständigen Arbeit. In der freien Arbeit wählen Kinder innerhalb gemeinsamer Regeln Tätigkeit und Sozialform; Konzentration, Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, Ausdauer und Entscheidungsfähigkeit werden gefördert. Der Tag beginnt gleitend zwischen 7:45 und 8:00 Uhr mit Morgenkreis und Frühstück; Wochenpläne strukturieren die Arbeit.

 

3. ORGANISATION DER GRUNDSCHULZEIT

Aufnahme in die Grundschule
Mit dem Schuleintritt beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Gemeinsam mit den Eltern kommt das Kind zu einem Gespräch. Schulleitung, Sonderpädagoge oder erfahrener Lehrer informieren über die Einschulung und betrachten Selbstverhältnis, Interessen, Kontaktfähigkeit, Zusammenarbeit, Konfliktfähigkeit, Wahrnehmung, Merkfähigkeit, Lern- und Arbeitsverhalten, Sprache, Bewegung und Aufgabenbewältigung.
Informationsabend zur Einschulung
Beim jährlichen Informationsabend erhalten Eltern Einblick in Unterricht, Schuleingangsphase, Organisation, Termine und Vorbereitung des Schulanfangs.
Tag der offenen Schultür
Im Mai führen Kinder interessierte Eltern und künftige Schulanfänger durch das Haus und zeigen Lernstationen.
Erste Elternversammlungen
In den letzten vier Schulwochen lernen Eltern der künftigen ersten Klassen die Klassenlehrer kennen und erhalten Informationen zu Schulstart, Feier, Materialien, Tagesablauf und Betreuung.

Einschulungsfeier
Die Feier findet am Samstag vor dem ersten Schultag im Stadttheater statt. Schulanfänger werden begrüßt, erleben ein Programm, lernen Klasse und Lerninhalte kennen und erhalten Zuckertüten.
Übergang in die Jahrgangsstufe 5
Besonders leistungsfähige und begabte Kinder können sich für eine Leistungs- und Begabungsklasse am Friedrich-Gymnasium bewerben. Auf Wunsch erstellen wir eine Empfehlung; das Gymnasium prüft die Eignung.
Übergang in die Jahrgangsstufe 7
Die Schule informiert frühzeitig über Verfahren, Schulen, Profile, offene Türen, Anmeldung und Beratung. Elterngespräche berücksichtigen Entwicklung, Interessen und Leistungen.
Abschlussfeier der 6. Klassen
Die Verabschiedung findet als feierliche Zeugnisausgabe im Stadttheater statt. Die Kinder gestalten ein Programm.

 

4. EINBEZIEHUNG DER ELTERN

Vertrauensvolle Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus ist Voraussetzung für die Entwicklung der Kinder. Dazu gehören mindestens zwei Elternversammlungen, Elternsprechtage, Gespräche, Gremienarbeit, Unterstützung bei Veranstaltungen, Projekte, regelmäßiger Austausch und Gesamtelternkonferenzen.
Wir empfehlen einen geregelten Tagesablauf, gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf, Körperpflege, wettergerechte Kleidung, altersgerechte Freizeitgestaltung, verantwortungsvollen Medienumgang, gewaltfreie Erziehung, höfliche Umgangsformen, regelmäßigen Kontakt zur Schule, frühzeitige Gespräche, pünktlichen Besuch, Einhaltung von Fristen, bereitgestellte Arbeitsmittel sowie Unterstützung bei Haus- und Lernaufgaben unter Förderung der Selbstständigkeit.

 

5. VERANSTALTUNGEN IM JAHRESKREIS

Unterrichtsbegleitende Veranstaltungen erweitern Unterricht, fördern soziale Kompetenzen und stärken Gemeinschaft: Arbeitsgemeinschaften, Wandertage, Exkursionen, Projekttage, Klassenfahrten, Lesewochen, Sportfeste, Wettbewerbe, Vorlesetage sowie Theater- und Kinobesuche. Wandertage führen beispielsweise zu Rathaus, Marktturm, Heimatmuseum, Kreishaus, Feuerwehr, Krankenhaus oder nach Potsdam; Klassenfahrten finden besonders in den Jahrgangsstufen 3 und 6 statt.
Arbeitsgemeinschaften richten sich nach Interessen. Die Schule nimmt unter anderem an Bundesjugendspielen, Turmfestlauf, Schulmeisterschaften im Ringen, „Jugend trainiert für Olympia“, Zweifelderball, Fußball, Brennball, Leichtathletik, Mathematikolympiade, Känguru-Wettbewerb und Vorlesewettbewerb teil. Im November findet der Vorlesetag, im April die Lesewoche statt. Jahrgangsstufen 4–6 besuchen die Stadtbibliothek, 1–3 den Bücherbus; 4/5 nehmen an „Ich schenk dir eine Geschichte“ teil, die 6. Klassen an „Zeitschriften in Schulen“ und am Vorlesewettbewerb. Lesepaten unterstützen bei Leseschwierigkeiten.

 

6. ZUSAMMENARBEIT MIT ANDEREN SCHULEN

Die Friedrich-Ebert-Grundschule arbeitet mit Gymnasium und Oberschule zusammen. Ehemalige Schüler unterstützen im Praktikum. Der Schwerpunkt „Das Lernen lernen“ und Fähigkeiten für den Übergang in die Sekundarstufe I werden mit Grundschulen abgestimmt. Die Schule informiert über Leistungs- und Begabungsklassen; im Übergang zur Jahrgangsstufe 7 arbeiten Grundschule, Oberschule und Gymnasium zusammen. Es bestehen schulübergreifende Fachkonferenzen. Das Oberstufenzentrum führt Arbeitsgemeinschaften für die Jahrgangsstufen 3–6 und Sprachförderstunden in 1/2 durch.

 

7. KOOPERATIONSPARTNER

Der Förderverein unterstützt Anschaffungen, Höhepunkte und Veranstaltungen. Kooperationspartner sind Kitas Am Weichpfuhl, Evangelische Kita, Kita Burg, Menschenskinder, Sunshine, Vier Jahreszeiten und Rundbau; Sportvereine; Bibliothek am Bahnhof, Stiftung Lesen und Buchhandlung Kaim; Kreismusikschule und Stadttheater; Gesundheitsstudio Feel Good, KKH, Gesundheitsamt, Pflasterpass, Verbraucherzentrale und Akademie für Gesundheitsberufe; Polizei, Verkehrswacht, Feuerwehr, Tierpark, Kirchengemeinden, Kreishandwerkerschaft, Mittelbrandenburgische Sparkasse, Kreismedienzentrum, Seniorenstift St. Josef und Oberstufenzentrum.
Die Zusammenarbeit umfasst Bildung und Betreuung, Sport, Lesen und Medien, Musik, Kunst, Gesundheit, Verkehrserziehung, Natur, Religion, Handwerk, Finanzen, Medienbildung und Generationenbegegnungen. Eltern und Erziehungsberechtigte gestalten das Schulleben aktiv mit.

 

8. UNSERE LEITZIELE

 Wir pflegen eine inklusive Schulkultur. Alle Kinder sollen sich wohlfühlen und entsprechend ihren Voraussetzungen lernen können.
 Wir gestalten den Schulalltag auf Grundlage gegenseitiger Wertschätzung mit Respekt, Toleranz, Akzeptanz und Gesprächsbereitschaft.
 Wir gestalten Schulleben aktiv und vielseitig; Traditionen, Projekte und Wettbewerbe bereichern den Alltag.
 Wir arbeiten gemeinsam an der Entwicklung der Kinder: Eltern, Schule, Hort und Partner kooperieren vertrauensvoll.
 Methodenvielfalt stärkt Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, Kreativität und Eigenaktivität.
 Unsere Schule ist eine lesende Schule. Lesekompetenz ist zentrale Voraussetzung für erfolgreiches Lernen.

 

9. SÄULEN DES SCHULPROGRAMMS

Methodenkompetenz
Unsere Schule vermittelt Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten für selbstständiges und lebenslanges Lernen. Methodentage finden an den ersten drei Tagen des ersten Halbjahres und am ersten Tag des zweiten Halbjahres statt. Kinder lernen Kommunikation, Arbeits- und Zeitplanung, Konzentration, Entspannung, Aufgaben- und Medienumgang sowie Lernmethoden: Vorträge, Gesprächsregeln, Wochen- und Lernpläne, Hefterführung, Mindmaps, Tabellen, Experimente, Wörterbücher, Atlanten, Recherche, Portfolios, Präsentationen, Partner- und Gruppenarbeit.
Soziale Kompetenz
Kinder sollen als selbstbewusste, verantwortungsvolle Persönlichkeiten die Schule verlassen, mitbestimmen, Verantwortung übernehmen, tolerant handeln und Konflikte gewaltfrei lösen. Schwerpunkte sind Gesprächskultur, Grenzen, Konfliktverringerung, Regeln, Team- und Selbstkompetenz. Eingesetzt werden „Tabaluga TV“, „Lions Quest“ und „Klasse werden – Klasse sein“.
In besonderen Fällen wirken Schulsozialarbeit, Jugendamt, Beratungsstelle, schulpsychologischer Dienst und soziale Dienste zusammen. Das „Anti-Bullying“-Programm umfasst Hausordnung und Krisenteam, Klassenregeln, Lobkultur, Konsequenzen sowie Gespräche und Schutz für betroffene Kinder.
Lesekompetenz
Lesekompetenz ermöglicht Informationsentnahme, Textverständnis, Deutung, Bewertung und Freude am Lesen. In allen Fächern werden Markieren, Strukturieren, Nachschlagen, Zusammenfassen, Mindmaps, Stichwortzettel, Tabellen und Präsentationen vermittelt. Lesestübchen, Vorlesen, Vorlesetag, Lesewoche, Buchvorstellungen, Schreib- und Vorlesewettbewerbe, Lesepaten, Bibliotheksbesuche sowie die Projekte „Ich schenk dir eine Geschichte“ und „Zeitschriften in Schulen“ nutzen die Bibliothek als Lern- und Begegnungsort.

 

10. ZUSAMMENARBEIT VON SCHULE UND KITA

Der Übergang wird als kontinuierlicher Prozess nach GOrBiKs gestaltet. Kita und Schule verantworten Austausch, Vorbereitung, Selbstständigkeit, Sprachförderung, Entwicklungsbeobachtung, Schriftsprach- und Zahlbegriffserwerb, Elternberatung und abgestimmte Übergänge. Zusammenarbeit auf Konzept-, Leitungs-, Lehrer- und Erzieherebene umfasst Vereinbarungen, Jahresplanung, Evaluation, Hospitationen, Projekte, Gespräche, Elternveranstaltungen, Anmeldung, Untersuchung und Absprachen zu Lernentwicklung, Verhalten und Hausaufgaben.

 

11. GESUNDHEITSFÖRDERUNG IM SCHULALLTAG

Schulgesundheitsfachkraft
Die Schulgesundheitsfachkraft unterstützt Prävention und ist Ansprechpartner für Kinder, Lehrkräfte und Eltern. Aufgaben sind Erstversorgung, Unterstützung bei Erkrankungen, Einschätzung von Beschwerden, Information zuständiger Stellen, Beratung zu Pflege, Ernährung, Bewegung und Stress, Begleitung chronisch kranker Kinder sowie Projektmitwirkung. Datenschutz und Schweigepflicht werden beachtet.
Erste-Hilfe-Fortbildung für Lehrkräfte
Lehrkräfte nehmen regelmäßig an Erste-Hilfe-Fortbildungen teil und werden für Verletzungen, medizinische Notfälle und den Umgang mit chronisch kranken Schülern geschult.
Gesundheitsförderung für Schüler
Kinder erwerben Kenntnisse zu Erster Hilfe, Unfallvermeidung, Gesundheit, Sicherheit, Pflege, Bewegung und Ernährung. Sie lernen Gefahren zu erkennen, Hilfe zu holen, Notrufe abzusetzen und Erste Hilfe zu leisten. Der Pflasterpass vermittelt Versorgung kleiner Verletzungen, Verbände und Hilfsbereitschaft.

 

12. KOOPERATION MIT DER POLIZEI

Verkehrssicherheit
Ziel ist ein sicherer Schulweg für Fußgänger und Radfahrer. Schwerpunkte sind Unfallvermeidung, Zusammenarbeit mit Eltern, Polizei und Hort, Verkehrserziehung in 1–4, Radfahrausbildung und -prüfung in 4 sowie Belehrungen. Eltern üben den Schulweg; Erstklässler tragen Basecaps oder Warnwesten. In 1/2 werden Verkehrszeichen und Fußgängerregeln, in 3/4 sicheres Fahrradfahren vermittelt. Die praktische Prüfung setzt ein verkehrssicheres Fahrrad voraus; Radtouren sollen erst danach stattfinden.
Sucht- und Gewaltprävention
Sucht- und Gewaltprävention stärken Sach-, emotionale und Handlungskompetenz, Persönlichkeit, Selbstvertrauen, Sozialverhalten, Widerstandsfähigkeit, gesunde Lebensführung und Konfliktfähigkeit. Kooperation mit Polizei, Arbeitsgemeinschaft Suchtprävention, fächerübergreifende Arbeit und Elterninformationen werden ergänzt durch Projekte wie „Nicht mitgehen mit Fremden“ (1/2) und „Zu stark für Drogen“ (4–6). Auswertung erfolgt durch Fragebögen, Gespräche und Rückmeldungen; die Arbeitsgemeinschaft berät Veränderungen und Maßnahmen.

 

13. Demokratiebildung

Demokratiebildung findet an unserer Schule regelmäßig und kindgerecht im Schulalltag statt. Die Schüler lernen, Entscheidungen mitzugestalten, Verantwortung zu übernehmen, ihre Meinung zu äußern und andere Perspektiven kennenzulernen. Dabei erfahren sie, dass demokratisches Handeln von Respekt, Fairness und der Bereitschaft zum gemeinsamen Finden von Lösungen geprägt ist.
Demokratie im Schulalltag
 Ab Klasse 3 findet regelmäßig ein Klassenrat statt. In Klasse 6 ist die Umsetzung zusätzlich als Schwerpunktstunde im Stundenplan verankert.
 Die Klassen entwickeln und beschließen ihre Klassenregeln gemeinsam.
 Die Klassen wählen ihre Klassensprecher und üben dabei die Grundsätze demokratischer Wahlen ein.
 Über Bücher, Spiele und Projekte wird abgestimmt; die Entscheidungen werden nachvollziehbar dokumentiert und umgesetzt.
 In der Jahrgangsstufenkonferenz der Schüler beraten die Klassenvertretungen schulische Themen und bringen Anliegen aus den Klassen ein.

Klassenämter, beispielsweise Tafel- oder Ordnungsdienst, stärken die Übernahme von Verantwortung für die Gemeinschaft.
 Gesprächskreise bieten Raum, Meinungen zu äußern, zuzuhören und unterschiedliche Sichtweisen zu berücksichtigen.
 Konflikte werden fair und gemeinsam gelöst. Die Schüler entwickeln tragfähige Vereinbarungen und achten auf einen respektvollen Umgang.
 Rollenspiele zu demokratischen Situationen fördern das Verständnis für Beteiligung, Regeln, Abstimmungen und Kompromisse.
 Unterschiedliche Meinungen und Lebensweisen werden unter anderem durch Projekte des OSZ kennengelernt und reflektiert.
 Projekte werden gemeinsam geplant und gestaltet, sodass die Schüler ihre Ideen einbringen und Aufgaben verbindlich übernehmen können.
 Pausenhelfer, das Angebot „Große helfen den Kleinen“, Patenklassen und die Schulhofreinigung stärken die Mitverantwortung im Schulleben.
 Die 6. Klassen besuchen den Bundestag und erhalten einen anschaulichen Einblick in parlamentarische Demokratie.
Ziele der Demokratiebildung
Die Demokratiebildung befähigt die Schüler, ihre Rechte und Pflichten zu verstehen und sich verantwortungsvoll an der Gestaltung des Schullebens zu beteiligen. Sie lernen, eigene Standpunkte begründet zu vertreten, andere Meinungen zu respektieren, Kompromisse zu finden und Entscheidungen im Interesse der Gemeinschaft mitzutragen.

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