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Unser Schulprofil - Montessori-orientierte Grundschule

„Über allem steht die natürliche Freude des Kindes am Lernen.

Sie ist Kernbestandteil des Wesens eines jeden Kindes.“

Maria Montessori

 

Maria Montessori

lebte von 1870 bis 1952 und war die erste Frau Italiens, die ein Studium abschloss. Nach ihrer Promotion in Medizin assistierte sie in einer psychiatrischen Klinik und entwarf ein Förderprogramm für geistig behinderte Kinder.

Mit der Anwendung ihrer didaktischen Materialien erzielte sie herausragende Erfolge.

In der „Casa die Bambini“ wurden Vorschulkinder nach Maria Montessoris Ideen, der „Freien Arbeit“ und der „Vorbereiteten Lernumgebung“, erzogen. Ihre neuartigen Methoden verbreiteten sich schnell und machten sie zunächst in Italien und später weltweit berühmt. 

 

Die Montessori-orientierte Pädagogik

Im Schuljahr 2022/2023 wird erstmals eine erste Klasse eingeschult, die verstärkt nach dem pädagogischen Konzept der Reformpädagogin Maria Montessori unterrichtet wird. Wir fokussieren uns auf gewisse Aspekte der Pädagogik, zum Beispiel der vorbereiteten Lernumgebung und der Freiarbeit.

Nach Maria Montessori sind die sinnlichen Wahrnehmungen und die Fähigkeit zur freien Konzentration die entscheidenden Antriebskräfte für die Entwicklung eines Kindes. Dieses Bedürfnis der Kinder nach Aktivität und Selbstbestimmung wollen wir zukünftig verstärkt aufgreifen und die Schüler*innen nach ihrem Lerntempo und ihren Interessen in der täglichen „Freiarbeit“ geleitet lernen lassen.

 

Vorbereitende Umgebung

Das Lernumfeld, die „vorbereitete Umgebung“, trägt entscheidend dazu bei, Kindern in diesem Prozess zu helfen.

Das bedeutet, dass der Lernraum auf die Schüler*innen abgestimmt ist. Durch offene Regale auf Augenhöhe der Kinder soll eine selbstständige und unabhängige, wie auch intensive Beschäftigung mit den Lern- und Entwicklungsmaterialien ermöglicht werden. Dadurch erhalten sie vielfältige Anregungen und eine Atmosphäre zum Lernen und Wohlfühlen.
 

Materialien

Das Material ist Teil der „Vorbereiteten Umgebung“ und entspricht nach Montessori den wirklichen Bedürfnissen der Kinder. Damit haben die Kinder die Möglichkeit, die Grunderfahrungen zu sammeln, die sie im Laufe ihrer Entwicklung benötigen. Für das Kind sind sie die „Schlüssel zur Welt“.

Das Material gliedert sich bei Montessori in fünf Lernbereiche:

  • Übungen des täglichen Lebens

  • Sinnesmaterial

  • Mathematikmaterial

  • Sprachmaterial

  • Material zur kosmischen Erziehung

 

Die Rolle des Pädagogen

Der Pädagoge ist, nach Montessori, nicht mehr der „Macher des Unterrichts“, sondern begleitet die Kinder auf dem Weg des selbstständigen Lernens. Dafür beobachtet er jedes Kind, um zu wissen, wo das Kind steht. Erst dann kann dem Kind ein passendes, individuelles pädagogisches Angebot gemacht werden. Dafür bereitet er die Lernumgebung oder passende Darbietungen vor.
Unerlässlich ist dabei eine Haltung des Pädagogen, die von Anerkennung und Respekt gegenüber den Entwicklungsprozessen der Schüler*innen geprägt ist.


Arbeitsformen

Einführung/ Darbietungen

Einführungen und Darbietungen haben das Ziel ein Material oder ein Thema vorzustellen. Dies dient als Grundlage des eigenständigen Arbeitens.

 

Freiarbeit

Die Freiarbeit dient der individuellen Auseinandersetzung mit den Lernmaterialien nach Maria Montessori. Die Kinder können im Rahmen der gemeinsam vereinbarten Regeln ihre Tätigkeit frei wählen. Sie entscheiden sich eigenständig für Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit und bestimmen selbst den Zeitumfang ihrer Arbeiten und den Wechsel von Anspannung und Entspannung, von intensiven Lernphasen und Erholungsphasen.
Das Material wählt sich das Kind in einer vorbereiteten Umgebung nach seinen Interessen und seinem Entwicklungsstand aus. Möglich ist auch, dass die Lehrkraft ein vorstrukturiertes Angebot macht, aus dem das Kind wählen kann.
Ziel der Freiarbeit ist es, bei den Schüler*innen eine Polarisation der Aufmerksamkeit zu erreichen, also eine starke Konzentration (ein „versunken sein“) auf ein Material. So kann, nach Montessori, ein ganzheitliches Lernen mit Freude entstehen.

 

Schulalltag

Der Tag beginnt für die Schüler*innen zwischen 7:15Uhr - 7:30 Uhr mit dem gleitenden Beginn. In dieser Zeit haben sie Zeit, im Raum anzukommen. Die erste Unterrichtsstunde beginnt mit dem gemeinsamen Treffen im Morgenkreis. Hier werden Erlebnisse ausgetauscht, der Tagesablauf und aktuelle Themen besprochen. Anschließend frühstücken die Schüler*innen gemeinsam.

Danach schließt sich eine Einführung/Darbietung, eine Freiarbeit oder eine frontale Unterrichtsphase an.
Nach der Hofpause folgt eine weitere Phase der Freiarbeit, eine frontale Unterrichtsphase oder andere Lernformen, wie Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeiten.
Zu Beginn der Woche erhalten alle Schüler*innen einen Wochenplan. Auf diesem sind die Aufgaben aus den verschiedenen Fächern aufgelistet, welche im Laufe der Woche, auch in Kombination mit der Freiarbeit, bearbeitet werden müssen.

 

 

Die Montessori-Orientierung stellt für uns eine Möglichkeit dar, unseren Schüler*innen das Lernen zu lehren und ihre Freude am Lernen zu wecken und zu erhalten.

MAZ Wenke